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Konfrontation mit „Einbrechern“

Konfrontation mit „Einbrechern“

Im beschaulichen Königsdorf in Bayern sind bei einem Raubmord zwei Menschen getötet worden. Eine weitere Person ist schwer verletzt. Diese Nachricht schaffte es Ende Februar bundesweit in die Medien und es wird heute noch ausgiebig darüber berichtet.

Aufgrund der zu beklagenden Opfer, sprach der Rosenheimer Polizeipräsident Robert Kopp von einem untypischen Verhalten der Täter, „der normale Einbrecher ist scheu. Er verlasse den Tatort, wenn er sich beobachtet fühle“. Im Verhältnis zu den fast 170.000 Einbrüchen in 2015, mag das stimmen. Jedoch reden wir in diesem Fall nicht von einem Einbruch, sondern von Raubmord. Also von einer ganz anderen Tätergruppe. Es geht nicht um die Beschaffungskriminalität von z.B. Junkies welche sich ehr scheu zeigen. Nein, es sind Täter deren Bereitschaft in Konfrontation mit den Opfern zu gehen, stetig steigt. Innenminister de Maizière stellt fest, dass es sich um eine überproportionale Zunahme organisierter, reisender Tätergruppen aus Südost- und Osteuropa handelt. Nahezu die Hälfte der mutmaßlichen Straftäter stamme laut Statistik aus Staaten wie Serbien, Rumänien, der Türkei und Albanien so de Maizière. Zum Teil also Länder die zu den ärmsten in Europa gehören, mit Menschen welche in den reichsten Ländern Europas auf Diebes- und Mord-Tour gehen. Dieses Geschäft ist äußerst lukrativ bei einem geringen Risiko. Ein geringes Risiko, da die Quote der rechtskräftig verurteilten Einbrechern noch unter 3 % liegt, wie das Kriminologische Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) in einer Studie festgestellt hat. Wenige bis keine Verurteilungen sprechen sich dann auch in Rumänien oder Albanien rum und locken weitere teils noch skrupellosere Verbrecher nach Deutschland und nach Österreich.

Nach dem o.g. Fall berichten nun Anwohner davon, dass sie in Ihrem Eigenheim aufrüsten und ständig ein Küchenmesser unter dem Bett liegen haben. Ja sogar von einem Schraubenzieher als Waffe unter ihrem Bett berichtet die 60-jährige Anwohnerin Elisabeth K. Aufgrund der Polizeipräsenz in dem Ort, wird Frau K. sicher die nächste Zeit nicht mit einem Raubmörder zu rechnen haben, doch ist diese Art der „Bewaffnung“ sinnvoll? Nein, sie ist gefährlich. Kein Täter würde sich von einer Person mit einem Schraubenzieher unterm Bett in die Flucht schlagen lassen. Nein ehr ist die Entschlossenheit, das Opfer kampfunfähig zu schlagen, noch größer wie leider viele Fälle von Konfrontationen beweisen. Auch der Einsatz von Schusswaffen innerhalb der eigenen vier Wände, kann zum Fiasko werden. Unbeteiligte wie Kinder im Nebenzimmer könnten verletzt werden oder die Waffe könnte in die Hände der Täters gelangen und gegen einen selbst gerichtet werden. Schafft man es dennoch einen Eindringling kampfunfähig zu schießen, beginnen die Probleme erst und es bleibt die Frage ob es tatsächlich Notwehr war. Hier wird die Verhältnismäßigkeit geprüft, der Einbrecher mit Schraubenzieher gegen den Hausbesitzer mit 9 mm Handfeuerwaffe. Warum haben Sie geschossen heißt es dann. Mit dieser Frage müssen sich auf Polizeibeamte konfrontiert sehen, wenn sie einen mit Axt bewaffneten Aggressor erschießen, welcher im Zug auf Fahrgäste einschlägt wie 2016 in Würzburg geschehen.

Gehen Sie nicht in die Konfrontation mit entschlossenen Tätern. Meist sind sie zu Dritt und lassen sich nicht von einem Küchenmesser beeindrucken. Weichen Sie aus und bringen Sie sich und Ihre Angehörigen in einen sicheren Bereich. Gegen diese Täter reicht eine einbruchhemmende Innentür und sie haben schon ihren eigenen Panikraum bzw. Safe Room. Sprechen Sie uns an, damit wir auf Basis Ihrer persönlichen Gefährdungslage ein passenden Schutz anbieten können.

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